Messprinzip
In der Voltammetrie wird das Potential vorgegeben und der Strom gemessen. Bei EFCE wird zusätzlich der Strom über ein externes Feld geregelt; gemessen wird die Stellgröße.
- Arbeitselektrode
- Pt-Mikroscheibe, Ø 5 µm, eingegossen
- Elektrolyt
- 0,05 M H₂SO₄
- Feldelektrode
- Pt-Draht, Ø 10 µm, hinter 6 µm Muskovit-Glimmer
- Referenz
- Hg/Hg₂SO₄, chloridfrei; Zwei-Elektroden-Betrieb
- Regelung
- I-Regler, 100–1000 Hz, FPGA-basiert; Stellgröße Feld, Regelgröße Faraday-Strom
- Konditionierung. Durch langsame Potentialzyklen wird die äußere Doppelschicht weitgehend abgebaut; die innere Helmholtz-Schicht bleibt erhalten.
- Potentialvorschub. Das Potential wird langsam variiert, der Regler hält den Faraday-Strom auf dem Sollwert.
- Wirkungsschwelle. Potential, ab dem die Regelung bei geringer Feldstärke erstmals greift.
- Regelkurve. Feldstärke als Funktion des Potentials oberhalb der Wirkungsschwelle.
Die Regelkurve ist unabhängig vom Sollstrom: Anodische und kathodische Sollwerte sowie I = 0 liefern dieselbe Kurve. Wir interpretieren sie daher als Abbild des Grenzflächenzustands und nicht des Faraday-Umsatzes.
Erstbeschreibung: Schönweitz & Schönweitz, „Electric Field Coupled Electrode“, Electroanalysis 11 (1999) 957–963.